DIE GESAMTE STUTTGARTER GEMEINSCHAFT STEHT HINTER DENIZ UNDAV
STUTTGART – In einem eindrucksvollen Zeichen der Solidarität hat sich die schwarz-rote Gemeinschaft geschlossen hinter einen der wichtigsten Eckpfeiler des Vereins gestellt. Deniz Undav, der treffsichere Stürmer, der die Fans in der MHPArena Woche für Woche mit seiner Leidenschaft und ansteckenden Energie begeistert, ist für den VfB Stuttgart mehr als nur ein Fußballer. Er ist das Herzstück einer Mannschaft, die die Champions-League-Qualifikation anstrebt, der Mann der Stunde, der einfach nicht aufhören kann zu treffen.
Doch trotz all seiner aktuellen Brillanz erinnern sich die dem Verein Nahestehenden an einen Moment schmerzhafter Verletzlichkeit, der seinen Aufstieg umso bemerkenswerter macht – und erklärt, warum Stuttgart heute so geschlossen hinter ihm steht.
Eine schmerzhafte Szene, die den Menschen offenbarte
Um die Tiefe der Verbundenheit zwischen Undav und Stuttgart zu verstehen, muss man genau ein Jahr zurückblicken. Mitte März 2025, nach der bitteren 3:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen, war Undav sichtlich am Boden zerstört. Er hatte lediglich 22 Minuten gespielt – auf dem ungewohnten linken Flügel statt in seiner geliebten Mittelstürmerposition – und bis dahin in der Bundesliga nur sieben Tore und eine Vorlage beigesteuert. Diese Zahlen waren nur ein Bruchteil dessen, was er heute leistet.
Der Schmerz beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Statistiken. Als Undav die Nations-League-Spiele Deutschlands gegen Portugal und Italien von der Bank aus verfolgte, fühlte er sich außen vor. Ein Spieler, der davon geträumt hatte, für sein Land zu spielen, war zum Zuschauer degradiert worden. Wer sein Verhalten nach der Leverkusen-Niederlage beobachtete, sah einen Mann am Scheideweg – demütig, frustriert, aber still entschlossen.
Die bemerkenswerte Wende
Was folgte, war schlichtweg außergewöhnlich. Dieser Tiefpunkt wurde zum Fundament für eine Renaissance. Undav trifft nun fast nach Belieben – 18 Tore in 21 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison, darunter sechs Spiele in Folge. Mit 14 Ligatoren ist er der beste deutsche Torschütze, nur Harry Kane hat in der gesamten Bundesliga mehr Treffer erzielt.
Seine Entwicklung ist so beeindruckend, dass in den Diskussionen um die Nationalmannschaft unweigerlich sein Name fällt. „Ich finde es schade, dass ich mich ständig rechtfertigen muss“, sagte Undav kürzlich mit einer Mischung aus Frustration und Selbstvertrauen. „Ich glaube, ich zeige es auf dem Platz.“ Und das tut er auch – ob mit dem Siegtreffer gegen Mainz per gefühlvollem Lupfer, mit dem er sich gegen Porto durchsetzte und traf oder einen Fehler von Leipzig ausnutzte, um einen wichtigen 1:0-Sieg zu sichern.
Mehr als nur ein Torjäger
Doch die Unterstützung der Stuttgarter Gemeinde für Undav geht weit über seine Leistungen auf dem Platz hinaus. Wenn er nicht gerade die gegnerischen Abwehrreihen terrorisiert, verteilt er warme Mahlzeiten an Bedürftige. Bei einem kürzlichen Besuch der Stuttgarter Vesperkirche – einer kirchlichen Initiative, die Bedürftige mit Essen und Unterstützung versorgt – verbrachte Undav Stunden damit, Kaffee auszuschenken, Autogramme zu geben und sich aufrichtig mit den Gästen auszutauschen.
„Das ist das Mindeste, was wir als Spieler tun können“, sagte er bei diesem Besuch, ohne dass seine Worte die sonst auf dem Platz an den Tag gelegte Prahlerei verrieten.
Trainer Sebastian Hoeneß sprach über die Bedeutung solcher Erfahrungen: „Es hilft uns allen, bestimmte Dinge besser einzuordnen und demütiger zu sein.“ Für Undav wurde diese Demut in den schmerzhaften Momenten der Nichtberücksichtigung und Unterforderung geprägt.
Eine Stadt, die geschlossen hinter ihrem Star steht
Die Reaktion des VfB Stuttgart war eindeutig. Als Gerüchte über ein Interesse aus der Premier League aufkamen, geriet die Fangemeinde nicht in Panik – sie hielt noch mehr zu ihm. Der Verein bemüht sich aktiv um eine Vertragsverlängerung und ist sich bewusst, dass Undavs Wert weit über den Transfermarkt hinausgeht.
„Solange mein Name fällt und die Leute über mich reden, wenn es um die Nationalmannschaft geht, dann ist das auch gut für den VfB“, sagte Undav kürzlich.
Diese Einstellung zeigt einen Spieler, der seine Rolle in einem größeren Ganzen versteht. Derselbe Mann, der einst im nationalen Gespräch außen vor war, trägt nun die Hoffnungen einer ganzen Stadt auf seinen Schultern – und das mit einem Lächeln.
Blick nach vorn
Mit noch sieben ausstehenden Bundesliga-Spielen und dem DFB-Pokal-Halbfinale vor Augen konzentriert sich Undav weiterhin darauf, für den Verein, der an ihn geglaubt hat, Leistung zu bringen. Die Champions League ist in Reichweite, und Stuttgarts Nummer 9 ist fest entschlossen, sie dorthin zu führen.
Die schmerzhaften Szenen von vor einem Jahr sind verblasst und wurden durch Bilder eines Mannes ersetzt, der mit sich und seiner Rolle im Fußball im Reinen ist. Doch diejenigen, die sich erinnern, wissen, dass der aktuelle Erfolg auf Widerstandsfähigkeit und nicht auf Glück beruht. Dieses Verständnis ist der Grund, warum die gesamte Stuttgarter Gemeinschaft hinter Undav stehen wird – egal ob er trifft oder Schwierigkeiten hat, ob er in die Nationalmannschaft berufen wird oder auf eine weitere Berufung wartet.
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Was denken Sie über Undavs bemerkenswerten Werdegang? Teilen Sie Ihre Erinnerungen an seine schönsten Momente in den Kommentaren unten.

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