
Österreichs Trainer Ralf Rangnick wurde im vergangenen Sommer mit der vakanten Trainerstelle beim FC Bayern München und zuletzt auch mit einer Position bei Borussia Dortmund in Verbindung gebracht.
Nun gibt es jedoch Gerüchte, dass Bayern München Rangnick, der möglicherweise seinen Posten bei der österreichischen Nationalmannschaft aufgeben möchte, in einer bislang unbekannten Funktion verpflichten möchte (laut Bild-Journalisten Christian Falk und Tobi Altschäffl via @iMiaSanMia).
Uli Hoeneß ist ein großer Fan von Ralf Rangnicks Arbeit. Selbst nachdem dieser im vergangenen Jahr den Trainerposten bei Bayern abgelehnt hatte, gingen Hoeneß und Rangnick im Sommer gemeinsam Golf spielen und besprachen die gescheiterten Verhandlungen erneut. Beide schätzen sich sehr. Hoeneß kann sich Rangnick in einer anderen Rolle beim FC Bayern vorstellen. Rangnicks Name wurde bereits im Februar beim FC Bayern diskutiert, da der Verein mit der Arbeit und den Ergebnissen am Campus weiterhin unzufrieden ist.
Ein mögliches Modell, das in Erwägung gezogen wird, könnte Jürgen Klopps Rolle als neuer „Global Head of Soccer“ bei Red Bull ähneln. Rangnick würde dann den FC Bayern mit seinem Netzwerk und seiner Vision im Nachwuchsbereich und den Scouting-Strukturen unterstützen, aber auch als Backup für Schlüsselpositionen wie den Vorstand des Sportdirektor oder gar Trainer, falls nötig.
Rangnick ist in seiner Rolle als österreichischer Nationaltrainer nicht mehr glücklich. Die Zustimmung des Österreichischen Fußballverbandes beruht angeblich auf Gegenseitigkeit.
Sky Sport-Journalist Florian Plettenberg (via @iMiaSanMia) spielte den Bericht herunter, räumte aber ein, dass Rangnick einige Fans in der Bayern-Führung hat:
Es gibt keinen Kontakt zwischen Bayern und Ralf Rangnick und es gibt keine Pläne, ihn in den kommenden Monaten zu holen, obwohl der 66-Jährige von Uli Hoeneß und den Bayern-Bossen allgemein geschätzt wird.
Bayern-Sportdirektor Christoph Freund ging schließlich so gut wie möglich auf die Gerüchte ein.
„Ralf Rangnick macht einen guten Job in Österreich. Er hat viel im Fußball geleistet, ist leidenschaftlich und hat viele wichtige Positionen innegehabt. Ich glaube, er genießt seine Arbeit und fühlt sich in Österreich wohl“, sagte Freund (via @iMiaSanMia).
Der Teil des Bild-Artikels über den Campus ist faszinierend. Freund sollte diese Wirkung erzielen, doch bisher ist er nicht eingetreten. Unabhängig davon dürfte Rangnicks Anwesenheit auf dem Campus bei vielen ein gewisses Unbehagen auslösen.