Laut einem Bericht von *Goal.com* hat der Bundesligist VfB Stuttgart ernsthaftes Interesse an der Ausleihe von Flügelspieler Brajan Gruda von Brighton & Hove Albion für eine Saison bekundet, da der 21-jährige Deutsche abseits der Premier League regelmäßiger Spielzeit gewinnen möchte.

Gruda, der Anfang des Jahres in einem vielversprechenden Wechsel von Mainz zu Brighton kam und als Karrieresprungbrett galt, ist zunehmend frustriert über seine eingeschränkte Rolle unter dem neuen Trainer Fabian Hürzeler. Trotz beeindruckender Leistungen im Training und in der Saisonvorbereitung hat der junge Flügelspieler kaum Chancen in der ersten Mannschaft, da Brightons Außenpositionen stark umkämpft sind und Hürzeler zu Beginn der Premier-League-Saison erfahrenere Optionen bevorzugt.
Der Mangel an Spielzeit ist nicht unbemerkt geblieben, und Stuttgart hat die Situation schnell ausgenutzt. Die Schwaben, die sich nach einer starken Bundesliga-Saison auf eine anspruchsvolle Saison in der Nationalmannschaft und Europa vorbereiten, sehen in Gruda eine ideale Verstärkung für ihre Angriffstiefe – und, was noch wichtiger ist, einen Spieler, der im deutschen Fußball noch eine Rechnung offen hat.
Ein Stuttgarter Sprecher lehnte es ab, sich offiziell zu der Angelegenheit zu äußern, doch Quellen innerhalb des Vereins bestätigten, dass erste Kontakte mit Brighton bezüglich einer möglichen Ausleihe bestehen. Brighton bietet Gruda zwar nicht aktiv an, ist aber einem vorübergehenden Wechsel gegenüber aufgeschlossen, der es dem Flügelspieler ermöglichen würde, regelmäßig in der ersten Mannschaft zu spielen und seine Entwicklung in einem wettbewerbsorientierten Umfeld fortzusetzen.
Für Gruda bedeutet die mögliche Rückkehr in die Bundesliga sowohl eine Heimkehr als auch die Chance, seinen Werdegang fortzusetzen, der ihn in Mainz schnell aufsteigen und die Aufmerksamkeit der deutschen U21-Nationalmannschaft auf sich ziehen ließ. Der technisch versierte Flügelspieler, bekannt für sein Dribbling, seine schnelle Beschleunigung und seinen kreativen Funken, galt weithin als eines der vielversprechendsten deutschen Talente seiner Generation. Sein Wechsel in die Premier League gestaltete sich jedoch schwieriger als erwartet, insbesondere unter einem neuen Trainer, der seinen Kader noch bewertet.
Das Interesse des VfB Stuttgart kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Nach mehreren Abgängen von Offensivspielern im Sommer und einer erhöhten Spieldichte aufgrund des Engagements in Europa möchte Cheftrainer Sebastian Hoeneß unbedingt einen vielseitigen Stürmer verpflichten, der sofort seinen Beitrag leisten kann. Gruda passt in dieses Schema – ein Spieler, der die Bundesliga versteht, wenig Eingewöhnungszeit benötigt und noch erhebliches Potenzial hat.
Der deutsche Verein bietet außerdem etwas, was Brighton derzeit nicht bietet: einen klaren Weg zu regelmäßiger Spielzeit. Für einen Spieler in Grudas Entwicklungsphase könnte sich das als entscheidend erweisen.
Aus Sicht von Brighton könnte die mögliche Leihe für beide Seiten von Vorteil sein. Die Seagulls sind für ihr Spielerentwicklungsmodell bekannt und leihen oft junge Talente aus, um Erfahrung zu sammeln, bevor sie stärker in die erste Mannschaft integriert werden. Grudas Transfer nach Stuttgart – einem Verein mit einer starken Infrastruktur und einem klaren Spielstil – würde dieser Philosophie entsprechen, insbesondere wenn die Leihe leistungsabhängige Klauseln oder Entwicklungsgarantien enthält.
Der Deal könnte, falls er abgeschlossen wird, eine Option für Brighton beinhalten, den Spieler im Januar zurückzuholen, abhängig vom Bedarf des Kaders und Grudas Fortschritten. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass eine Kaufoption enthalten sein wird, da Brighton den Flügelspieler weiterhin als langfristiges Kapital betrachtet.
Das Transferfenster ist noch einige Wochen geöffnet, aber da das Interesse anderer deutscher Vereine Berichten zufolge steigt, wird Stuttgart die Bedingungen schnell abschließen wollen. Für Gruda läuft die Zeit, eine Entscheidung zu treffen, die das nächste Kapitel seiner Karriere prägen könnte.
Ob es sich um eine kurze Rückkehr in die Heimat oder den Beginn eines neuen Bundesliga-Aufschwungs handelt, eines ist klar: Brajan Gruda braucht Spielzeit – und Stuttgart ist bereit, sie zu geben.

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